Nun scheint in vollem Glanze

Der Mond in der Kunst

Seit jeher übt der Mond eine große Faszination auf die Menschheit aus. Seit Jahrhunderten ist er ein beliebtes Motiv in der Bildenden Kunst. 350 Jahre nachdem Galileo Galilei zum ersten Mal sein Teleskop auf den Mond gerichtet hatte, landete Neil Armstrong 1969 auf dem Erdtrabanten. Das Aufkommen der bemannten Raumfahrt läutete ein neues Kapitel in der Wahrnehmung von Mond und Weltraum ein, womit sich auch die künstlerischen Themen, Darstellungs- und Sichtweisen wandelten.

Die Ausstellung im Museum Villa Rot bietet nicht nur einen kleinen kunsthistorischen Exkurs in das romantische Weltverständnis des 19. Jahrhunderts, sondern schöpft vor allem aus einem reichen Fundus künstlerischer Positionen, die sich mit dem Phänomen des Mondes, seinem Mythos und seiner Erforschung befassen. In Malerei, Zeichnung, Fotografie, Rauminstallation und Video reflektieren die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler den alten Menschheitstraum vom Verstehen des Himmels. Sie zeigen Interpretationen der ersten Mondlandung und malerische Reaktionen auf das atemberaubende wissenschaftliche Bild-Repertoire des Erdtrabanten. Sie demonstrieren unser Unvermögen, die Geheimnisse des Kosmos jemals vollständig sichtbar zu machen, befassen sich mit dem Urknall bitcoin casino, UFOs, Außerirdischen und leiten daraus ein mystisches Moment der Himmelsbeobachtung ab, das im Kontrast zu seiner naturwissenschaftlichen Erforschung steht.

In der Kunsthalle des Museums Villa Rot können wir erstmalig das weltweit exakteste maßstabsgetreue Mondmodell der Öffentlichkeit präsentieren. Mit einem Durchmesser von 3,50 m und einer Auflösung von 1:1.000.000 zeigt das Modell, das in fünfjähriger Arbeit aus Datenmaterial der NASA entwickelt wurde, ein genaues Relief der Mondoberfläche.

Cortis & Sonderegger / Johannes Gehrke / Romain Finke / Susan Hiller / Oleg Kauz / Zilla Leutenegger / Robert Longo / Agnes Meyer-Brandis / Frank J. Schäpel / Ai Weiwei & Olafur Eliasson / Piet Wessing