Licht unter die Haut

Die Technik der Emaille wird gemeinhin nicht in erster Linie mit bildender Kunst assoziiert; sie findet sich vor allem im Kunsthandwerk oder in der Schmuckkunst. Die Ausstellung „Licht unter die Haut – Zeitgenössische Emaille-Kunst aus Deutschland“ möchte diesen Blick erweitern und rückt die Emaille-Kunst in den Fokus der aktuellen Kunstszene.

Die Schmelze – französisch émail – ist das Charakteristikum dieser besonderen Technik, nicht nur hinsichtlich ihrer Herstellung, sondern auch ihrer Wirkung. Die Ausstellenden beschreiben sie als langlebig und zugleich zerbrechlich, als sensibel und schön. Sie sind fasziniert von ihrer Farbtiefe, ihrer spiegelnden Präsenz und von der besonderen Aura dieses Materials.

Zu sehen sind Beispiele der Malerei und Zeichnung, Drucktechniken, skulpturale Objekte und Schmuckkunst von insgesamt 17 Ausstellenden. Die meisten von ihnen stammen aus dem mitteldeutschen Raum oder haben dort studiert – ein Umstand, der eng mit dem bis heute bestehenden Zentrum der deutschen Emaille-Lehre verbunden ist: den Ausbildungsmöglichkeiten an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle.

Es werden Arbeiten gezeigt von: Hagen Bäcker, Gabriela Jiménez Falch, Rüdiger Giebler, Moritz Götze, Hans Härtel, Takwe Kaenders, Beate Klockmann, Simon Malinowsky, Paul Arne Meyer, Julika Müller, Irmtraud Ohme, Anne Pruy, Mandy Rasch, Karin Riebensahm, Josefine Theresa Schmidt, Helmut Senf, Andrea Wippermann.